Wiesbaden (Deutschland)

lia
Juni 5, 2018

Wegen seines milden Klimas trägt Wiesbaden auch den Beinamen "Nizza des Nordens". Die bedeutende Stadt ist bekannt für ihre einzigartige Architektur und die kontinuierliche Nutzung ihrer 26 Heilquellen, die Besucher in Thermalbädern und familienfreundlichen Schwimmbädern entdecken können.

Der Name Wiesbaden lässt sich mit "Wiesenbad" übersetzen, aber die Wiesen sind längst verschwunden. An ihre Stelle tritt eine reiche, dynamische Stadt mit einer langen Kurtradition, die bis in die Römerzeit zurückreicht. Als renommiertes Zentrum für die Behandlung rheumatischer und orthopädischer Erkrankungen ist Wiesbaden auch ein idealer Ort für Entspannung und Wellness. Die Stadt bietet attraktive Freizeitmöglichkeiten in dem modernen Thermalbad Aukammtal und der historischen Kaiser-Friedrich-Therme, die auf den Fundamenten des alten Aquae Mattiacorum errichtet wurde.

Die Ausdehnung der Stadt zu Beginn des 19. Jahrhunderts führte dazu, dass Wiesbaden als Heil- und Kurort Weltruhm erlangte und mehr Millionäre als in jeder anderen deutschen Stadt dort Häuser errichten ließen, die mit neuen Architekturformen experimentierten. Noch heute können Besucher dieses gut erhaltene architektonische Erbe bewundern und natürlich auch einige der Wiesbadener Volksfeste besuchen, zum Beispiel die einzigartige Rheingauer Weinwoche, bei der man die lokalen Weine genießen kann.

wiesbaden

Wiesbaden Tourist Information

 

Erste Hinweise auf eine menschliche Ansiedlung (und die Nutzung der heißen Quellen) in Wiesbaden lassen sich in die prähistorische Zeit datieren, aber erst die Römer hinterließen in der Gegend Spuren einer dauerhaften Besiedlung, die heute noch sichtbar sind. Etwa in den Jahren 6 bis 15 n. Chr. errichteten die Römer eine Grenzfestung als Militärstützpunkt, und schon bald führten die zentrale Lage und die reichen Thermalquellen zu einer städtischen Ansiedlung und zur Entwicklung der Bäderkultur. Das Thermalwasser gab der Stadt ihren Namen: Aquae Mattiacorum – die Quellen des germanischen Stammes der Mattiaker. Das Zentrum mit den Thermalquellen erstreckte sich um den heutigen Kranzplatz, während sich das Geschäftszentrum im Bereich des heutigen Mauritiusplatzes befand.

Obwohl der Niedergang des Römischen Reiches und die sich anschließende Völkerwanderungszeit auch Einfluss auf die Entwicklung von Aquae Mattiacorum hatten, deutet vieles darauf hin, dass sich die Besiedlung dennoch fortsetzte. In Wiesbaden ließen sich Franken nieder, die wahrscheinlich einen Teil der noch vorhandenen römischen Kureinrichtungen nutzten.

Einhard, der die Biografie Karls des Großen verfasste, lieferte die ersten schriftlichen Aufzeichnungen über Wiesbaden nach der Römerzeit. Er reiste 828 und 829 durch "Wisibada" und beschrieb es als Castrum, was eine befestigte Siedlung bezeichnet. Im 13. Jahrhundert war Wiesbaden für kurze Zeit sogar Kaiserstadt, wurde aber in den späteren Jahrhunderten immer wieder durch Kriege und Brände zerstört.

Anfang des 19. Jahrhunderts (1806) wurde Wiesbaden zur Hauptstadt des neuen Herzogtums Nassau. Damit war eine systematische Erweiterung der Stadt verbunden. Wiesbaden entwickelte sich schnell zu einer klassischen Kurstadt, die bald den Ruf eines weltweit anerkannten Heil- und Kurortes genießen sollte.

Bald waren in diesem Kurort neben dem europäischen Adel auch viele Persönlichkeiten wie Johann Wolfgang von Goethe, der russische Dichter Fjodor Dostojewski oder Otto von Bismarck zu Gast. Die Annexion der Stadt durch Preußen sorgte für weiteres Wachstum. Kaiser Wilhelm I. und sein Enkel Wilhelm II. hielten sich regelmäßig in Wiesbaden auf.

Carl von Ibell, der fast 30 Jahre lang Oberbürgermeister von Wiesbaden war, trug wesentlich dazu bei, dass die Stadt weiter wachsen konnte: Regierungs- und Verwaltungsgebäude sowie das Kurhaus und das Staatstheater wurden errichtet, der Dienstleistungssektor boomte, und die Verkehrsinfrastruktur wurde ausgebaut. In jenen Jahren, zwischen 1880 und 1905, verdoppelte sich die Bevölkerung Wiesbadens, und es entstanden prächtige Villen und Häuser, die zur Verbreitung neuer Architekturstile wie Historismus, Klassizismus und Jugendstil, heute prominent im Stadtbild vertreten, beitrugen.

Der russische Schriftsteller Fjodor Dostojewski entdeckte das Glücksspielfieber bei einem Besuch in Wiesbaden und seinem weltberühmten Casino.

Seine Leidenschaft fürs Roulettespiel inspirierte ihn zu seinem Meisterwerk Der Spieler, ein Roman, der in der Stadt Roulettenburg spielt, eine literarische Anspielung auf das echte Wiesbaden.

Heute genießen Besucher in Wiesbaden das Thermalwasser in Thermalbädern oder in familienfreundlichen Schwimmbädern. Das Opelbad auf dem Wiesbadener Neroberg, das einen fantastischen Blick über die Stadt bietet, gilt als eines der schönsten Freibäder der Region.

Viele der traditionsreichen Wiesbadener Luxushotels wie der Nassauer Hof oder das Radisson Blu Schwarzer Bock haben Zugang zu privaten Thermalquellen mit eigenen Wellness-Zentren, die die öffentlichen Einrichtungen ergänzen. Die Stadt ist auch ein renommiertes Zentrum für die Behandlung von rheumatischen und orthopädischen Erkrankungen sowie für Rehabilitationsmaßnahmen.

Sowohl die Kaiser-Friedrich-Therme als auch das Thermalbad Aukammtal bieten ergänzend zu den Wasserkuren wohltuende Wellnessangebote. Sauna und Massagen sind bei den verschiedenen Spa-Paketen sehr beliebt, ebenso wie Aqua Gym und Rückentraining. Bei kosmetischen Behandlungen wird in der Regel eine spezielle Seife aus dem Wasser des Kochbrunnens verwendet.

Quellen:

Kochbrunnen, Bäckerbrunnen, Schützenhofquelle, Drei-Lilien-Quelle, Faulbrunnen

Früheste überlieferte Nutzung:

in vorrömischer Zeit

Heißeste Quelle:

66ºC

Zusammensetzung:

Schwefelwasserstoff

Thermal spa Kaiser-Friedrich-Therme


Ein Besuch in der Kaiser-Friedrich-Therme ist auch für die erfahrensten Sauna- und Wellness-Begeisterten ein außergewöhnliches Erlebnis! Die Kaiser-Friedrich-Therme, erbaut an dem historischen Standort eines alten römischen Schwitzbades, lässt den Luxus der Wilhelminischen Ära wieder aufleben.

Die Gäste können im Tepidarium und im Sudatorium schwitzen wie die alten Römer oder ein Russisches Dampfbad nehmen. Zum Angebot gehören auch ein Steindampfbad und natürlich eine klassische Finnische Sauna. Das Lavacrum, ein Kaltwassertauchbad, das historische Kaltwasserbecken und eine tropische Eisregenzone sorgen für Abkühlung.

Ein Frischluftraum, Ruheräume, eine Lichtruhezone mit wechselnden Farblichtern und die Quellen-Bar runden das Angebot ab.

Die Kaiser-Friedrich-Therme bietet ein Rasul-Dampfbad im orientalischen Stil, ein Sandbad, Massagen, kosmetische Behandlungen und verschiedene Softpack-Anwendungen..

  • Größe: 1,450 m²
  • Eigenbetrieb der Stadt Wiesbaden
  • Innenstadt
  • Langgasse 38- 40
  • wiesbaden.de/baths

Thermal Bath Aukammtal


A swim-through channel connects the two big pools in the thermal bath. The large indoor pool (435 m²) comprises a non-swimmer area with a water depth of 1.20 meters and a swimming area that is 1.80 meters deep. Neck spray jets, massage nozzles and water massage recliners, as well as a whirlpool with special light impressions ensure additional well-being. The 450 m² large outdoor pool with depths of 1.20 to 1.35 meters is equipped with water massage recliners

Guests may take part in daily water gymnastic courses, like Aqua Workout with pool noodles and Aqua Back Strengthening.

The Aukammtal offers up to four indoor and three outdoor saunas each with a unique ambience and design. Refreshment between sauna baths is provided at the wading pool, an ice fountain and special cold showers. The “Aqua-Sauna bar“has a wide choice of refreshing beverages and snacks on offer.

The Kochbrunnen fountain on Kranzplatz is not only Wiesbaden's most famous thermal spring, but also the symbol of the city

The Kochbrunnen fountain on Kranzplatz by night

The Kurpark Wiesbaden was designed in 1852 in the style of an English landscape garden

Wiesbaden’s landmark, the Hessian State Theatre

The Biebrich Palace, former residence of the Dukes of Nassau

The Twinkling Star Christmas Market is one of the most popular in Germany

The splendid marble foyer of the Henkell Champagne Production Facility